Schönheitsmythen aufgeklärt

Was ist dran an Gerüchten zur Gesichtspflege?

Immer wieder begegnen uns Aussagen zur Hautpflege, die uns ins Grübeln bringen. Was ist tatsächlich dran an Behauptungen wie „Puder verstopft die Poren“ oder „Lippenpflege macht süchtig“. Gerüchte oder wirklich wahr? Es gibt einige solcher Schönheitsmythen, die sich scheinbar standhaft halten. Zeit für einen Check von drei solch typischer Mythen. Vorneweg: An den beiden oben genannten ist schon mal nichts dran.

Es gab vor ca. 30 Jahren Puder, die auf Reisstärke basierten. Die Stärke konnte tatsächlich auf der Haut aufquellen und die Poren verstopfen. Ebenso waren ungeeignete Pigmente oder Fette dafür verantwortlich. Moderne Puder haben keine Bestandteile mehr, die quellen und damit verstopfen sie auch keine Poren.
An unseren Lipbalm und das schön gepflegte Gefühl gewöhnen wir uns schlichtweg und möchten es nicht mehr missen. Die Lippenpflege enthält jedoch keine Inhaltsstoffe, die süchtig machen. Nun zu drei Gerüchten, die ebenfalls gerne kursieren.
Mythos 1: „Wechsel besser öfter deine Creme, denn deine Haut gewöhnt sich sonst zu sehr an die Wirkstoffe.“ Hier ist die gute Nachricht: Wer mit seiner Pflege zufrieden ist und eine Creme gut verträgt, kann ihr treu bleiben. Cremes wirken auch dann noch, wenn man sie schon längere Zeit benutzt. Ein „Gewöhnungseffekt“, wie etwa bei Schmerztabletten oder Kaffee, kann bei kosmetischen Produkten nicht eintreten. Durch veränderte Jahreszeiten kann es allerdings sein, dass die Haut im Winter durch Kälte und trockene Heizungsluft spannt und eine reichhaltigere Pflege benötigt. Hier können wir unserer Haut z.B. mit zusätzlichen Ampullen oder Seren ein Extra an Feuchtigkeit oder Energie schenken.
Mythos 2: „Augencremes bringen nichts.“ Das ist falsch! Unsere Haut ist um die Augen herum besonders pflegebedürftig. Sie ist in dem Bereich dünner und weist weniger Talgdrüsen auf, wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass diese beiden Faktoren einen starken Einfluss auf die Faltenausbildung haben. Deshalb ist die Augenpflege sogar besonders wichtig!
Mythos 3: „Peelings trocknen die Haut aus.“ Jein… Denn es kommt auf das Peeling an! Es gibt mechanische, enzymatische und chemische Peelingvarianten. Bei den mechanischen - den bekanntesten Peelings - wird die Haut mit klassischen Schleifkörpern abgerubbelt. Die Reibung hat eine durchblutungsfördernde Wirkung und ist für empfindliche Haut, die zu Rötungen neigt, nicht so gut geeignet. Wird das Treatment zu oft angewendet, wird die Haut schnell gereizt und kann austrocknen - etwa 1 x wöchentlich profitiert die Haut von diesem Peeling. Hier ist das Motto: weniger ist mehr! (Weitere Infos zum Thema findet Ihr auch in unserem Artikel zu Peelings Link) Wie so oft lassen sich viele Aussagen eben nicht pauschalisieren und wir müssen immer wieder schauen, was uns und unserer Haut guttut. Also kein Stress, denn der führt ja bekanntlich zu grauen Haaren. Stimmt wieder nicht, denn dafür sind unsere Gene verantwortlich.