Haartrends & Styling

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Profi-Tipps für die Sommer-Haarpflege

Ferien für die Haare

An warmen Tagen freuen wir uns auf den Sprung ins kühle Nass. „Aber vergessen Sie Ihre Haare und die passende Pflege nicht“, appelliert Matthias Rump, ALCINA Produktmanager Haar. „Unser Haar besteht zum überwiegenden Teil aus Keratin, das sind Proteine. Durch Tageslicht und besonders durch Sonneneinstrahlung verliert sich das Protein, daher sollte man das Haar im Sommer extra schützen. Feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte und ein paar spezielle Tricks sind zu dieser Jahreszeit unverzichtbar, denn sie können vor lästigen Schäden der Haarstruktur schützen oder diese ausgleichen.“ 

Viele stellen sich vor dem Sommerurlaub jedes Jahr die gleiche Frage: Gehe ich am besten vor der Reise zum Friseur, oder lieber im Anschluss? „Ist das Haar bereits angegriffen und die Haarspitzen sind gespalten, so dass sich Spliss zeigt, dann sollte der Friseur noch vor dem Urlaub die Spitzen kürzen. Denn je gesünder das Haar ist, desto besser übersteht es den zusätzlichen Stress in den Sommermonaten. Auf einer gesunden Basis kann dann gesundes Haar wachsen“, rät Rump. Zudem deuten wissenschaftliche Studien daraufhin, dass saisonale Bedingungen das Haarwachstum beeinflussen können und sich im Sommer weniger Haare in der aktiven Wachstumsphase befinden. Zusätzliche Pflege ist hier besonders wichtig.

Hilfe, die Farbe verblasst!

Die Ursache
UV-Strahlen bleichen die Haare aus und auch die Schuppenschicht der Haare wird durch Chlor und Salzwasser angegriffen. Dadurch verblassen gefärbte Haare schneller. „In Hotelpools wird teilweise Kupfersulfat gegen die Algenbildung eingesetzt. Blondiertes Haar könnte im schlimmsten Fall einen Grünstich bekommen“, so der Friseur. 

Das hilft
Vor dem Schwimmen ein Haaröl in die Haarlängen und Spitzen einmassieren. Das Haar nimmt das Öl auf und Chlor und Salzwasser können ihm weniger anhaben. Nach dem Schwimmen sofort mit Süßwasser ausspülen. Gibt es am Strand keine Dusche, hilft auch Leitungswasser aus der Flasche. Wer etwas gegen die verblassende Farbpracht tun möchte: Colorshampoos lassen die Farben länger brillant wirken. „Eine pflegende Spülung ist wichtig, damit sich die Schuppenschicht des Haares schließt. Ideal sind Conditioner mit farbauffrischendem Effekt. Auch ohne gefärbte Haare, sollte man am Abend den Conditioner nicht vergessen“, rät Rump. Ein Sonnenhut schützt die Haare und kann mit breiter Krempe auch gleich das Gesicht und Dekolleté vor zu viel UV-Strahlen bewahren. 

Mein Haar sieht strohig und trocken aus.

Die Ursache
Nasses Haar ist sehr empfindlich. Daher die Haare am besten schon vor dem Duschen oder Schwimmen bürsten. Wann immer es geht: Weder heißes Wasser noch heiße Föhnluft nutzen. „Chlor und Salzwasser lassen das Haar aufquellen, und allein die Hitze kann das Haar austrocknen“, so Rump. 

Das hilft
Nach der Dusche oder wenn man aus dem Wasser kommt, die Haare besser nicht mit dem Handtuch trocken rubbeln. Denn das nasse Haar kann dabei schnell brechen. Am besten nur vorsichtig die Nässe ausdrücken. Shampoos mit Hyaluron oder Panthenol halten die Feuchtigkeit im Haar und geben die nötige Pflege. Hyaluronsäure bindet die Feuchtigkeit und pflanzliche Extrakte wie Kaktusfeigenextrakt sind besonders reich an Mineralien und Antioxidantien. „So wird das Haar leichter kämmbar. Bei wärmeren Temperaturen kann man sein Haar herrlich an der Luft trocknen lassen. Ideal ist außerdem ein Feuchtigkeitsspray, das man ins Haar sprüht – ohne es wieder auszuspülen. Es schützt einerseits vor der Hitze durch Föhn, Glätteisen oder Lockenstab und gibt dem Haar auch eine Extraportion Pflege und Feuchtigkeit, die tollen Glanz bringt und das Haar widerstandsfähiger macht. „Auch eine Maske tut strapaziertem Haar als Extra z.B. einmal die Woche, gut“, rät Rump.

Spliss adé

Die Ursache
Im Sommer wird das Haar häufig täglich gewaschen, geföhnt und viel gekämmt. Dazu brennt die Sonne: Das bedeutet Stress. Durch die äußeren Einflüsse werden im Sommer die ohnehin trockenen Enden oft noch brüchiger. Stoßen die Haare auf die Schultern oder die Kleidung auf, spalten sich schnell die Haarenden.

Das hilft
„Sind die Spitzen gespalten, kann man sie nicht reparieren. Das ist ein Irrglaube. Damit das Haar sich nicht weiter spaltet und vielleicht ganz abbricht, sollte man etwa alle drei Monate einen Zentimeter abschneiden“, so Rump. Seren mit Silikon helfen, die angegriffene Haarstruktur zu kitten und die Enden widerstandsfähiger zu machen. „Hilfreich ist ein Haaröl, das die Spitzen versiegelt und das Haar kräftigt. Es kann auch als Kur über Nacht ins Haar massiert, oder vor dem Waschen ins trockene Haar geknetet werden – und wirkt so regenerierend.“ Mit einem Mythos räumt der Haarexperte außerdem auf: „Haarspray oder Trockenshampoo strapazieren das Haar nicht zusätzlich. Das ist Unsinn“, weiß Rump. 

Damit das Haar sitzt

Längeres Haar kann man im Sommer gut hochstecken, oder die Haare zu einem Dutt zwirbeln. Immer gut: Als Schutz ein feuchtigkeitsspendendes Spray einarbeiten und dann z.B. eine lockere Flechtfrisur machen. Wenn wenig Zeit ist, ein Tuch ins Haar binden. Letzteres geht bei jeder Länge. Um am Scheitel, oder am Haaransatz Sonnenbrand zu vermeiden, gibt es speziellen Kopfhaut-Sonnenschutz (z.B. von Alpecin). Wenn die Luft besonders trocken ist, wie z.B. im Flieger, lädt sich das Haar statisch auf. „Eine Glanzcreme, die man als Finish über das Haar streicht, bändigt die fliegenden Härchen, beschwert die Haare aber nicht. Werden Locken bei hoher Luftfeuchtigkeit krisselig, kann man als Schutz eine Lockenemulsion einkneten, damit bleiben die Locken schön definiert“, so Rump.

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